Einführung
Diese Seite ist eine Schnellstart-Anleitung für eigene IP-Cores (custom IP cores). Ausführlichere Informationen über eigene IP-Cores finden Sie im Leitfaden zum Definieren eines eigenen Xillybus-IP-Cores.
Der richtige Weg, mit Xillybus zu beginnen, wird auf einer separaten Seite erklärt. Insbesondere ist das Ausgangsprojekt für das FPGA ein Demopaket (demo bundle), das von der Xillybus-Website heruntergeladen werden kann.
Später möchten Sie den IP-Core vielleicht anpassen. Sie möchten zum Beispiel mehrere Streams hinzufügen, die zu Ihrer Anwendung passen. Genau dafür ist die IP Core Factory da: Sie ist eine Webanwendung, mit der Sie einen eigenen IP-Core nach Ihren Bedürfnissen erzeugen können. Der IP-Core wird mit diesem Werkzeug konfiguriert, und das IP-Core-Paket wird anschließend als Zip-Datei heruntergeladen.
Die Bedeutung der Parameter eines IP-Cores wird im Leitfaden zum Definieren eines eigenen Xillybus-IP-Cores ausführlich erklärt.
Beachten Sie, dass derselbe Treiber für Linux oder Microsoft Windows mit allen eigenen IP-Cores funktioniert. Der Treiber bezieht die Informationen über den IP-Core bei der Initialisierung aus dem IP-Core selbst. Nach der erstmaligen Installation des Treibers muss also nichts Neues auf dem Rechner installiert werden.
Beachten Sie außerdem, dass zur Verwendung der Zip-Datei aus der IP Core Factory ein passendes Demopaket erforderlich ist. Dies ist einer der Gründe, mit dem Demopaket zu beginnen, wie auf einer separaten Seite empfohlen.
Integration des eigenen IP-Cores in das Demopaket
Nachdem Sie den eigenen IP-Core aus der IP Core Factory heruntergeladen haben, muss das Demopaket so angepasst werden, dass es diesen IP-Core enthält. Dazu sind nur ein paar einfache Schritte nötig, die unten aufgelistet sind.
Gleichartige Anweisungen stehen auch in README.TXT, das Bestandteil der Zip-Datei der IP Core Factory ist. Diese README-Datei enthält weitere nützliche Informationen:
- Die Core-ID, eine fünfstellige Zahl. Diese Zahl ist eine eindeutige Kennung für den IP-Core. Die Core-ID sollte bei der Anforderung eines Preisangebots angegeben werden.
- Die Gerätedateien des IP-Cores werden aufgelistet. Ebenso werden die technischen Details zu jeder Gerätedatei angezeigt. Dabei handelt es sich um die genauen Informationen über die tatsächlichen Eigenschaften des IP-Cores.
Um den eigenen IP-Core in das Demopaket zu integrieren, gehen Sie folgendermaßen vor:
- Ersetzen Sie zwei Dateien im Demopaket durch die Dateien aus dem IP-Core-Paket: xillybus.v und xillybus_core.v (bzw. xillybus_xl_core.v / xillybus_xxl_core.v).
- Ersetzen Sie außerdem den IP-Core selbst. Diese Datei liegt im Unterverzeichnis core/ des Demopakets. Die zu ersetzende Datei heißt etwa xillybus_core.ngc, xillybus_core.edf, xillybus_core.qxp oder xillybus_core.vqm.
- Bearbeiten Sie xillydemo.v (bzw. xillydemo.vhd), um Ihre gewünschte Anwendung mit diesem eigenen IP-Core zu verbinden. Orientieren Sie sich dabei am Verzeichnis „instantiation templates“ (Instanziierungsvorlagen) des IP-Core-Pakets. Die Datei template.v (bzw. template.vhd) enthält die Instanziierungsvorlage (instantiation template), der Sie folgen sollten.
Beachten Sie, dass die Instanziierungsvorlage keine FIFOs enthält. Dennoch wird empfohlen, für die Interaktion mit dem IP-Core von Xillybus FIFOs zu verwenden, wie auf der Seite über Datenerfassung (data acquisition) vorgeschlagen.
Allgemeine Hinweise
Hier ist eine Liste allgemeiner Ratschläge, die Ihnen Zeit sparen können, wenn Sie mit eigenen IP-Cores arbeiten:
- Lesen Sie den Leitfaden zum Definieren eines eigenen Xillybus-IP-Cores.
- Nutzen Sie die Option „Autoset internals“ in der IP Core Factory. Die Möglichkeit, diese Option abzuschalten, ist für erfahrene Xillybus-Anwender gedacht. Andernfalls ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die automatischen Entscheidungen des Web-Tools besser sind.
- Lesen Sie trotzdem die README-Datei, um zu erfahren, welche Entscheidungen das Web-Tool getroffen hat.
- Insbesondere besteht kein Zusammenhang zwischen der Größe jedes DMA-Puffers und den Daten, die übertragen werden sollen. Falls Sie versucht sind, einen solchen Zusammenhang herzustellen, könnten Ihnen diese Erläuterungen zur Datenerfassung (data acquisition) helfen.
- Wählen Sie in der IP Core Factory im Dropdown-Menü diejenige Einstellung unter „Use“ aus, die am besten zu Ihrer Anwendung passt. Diese Auswahl bestimmt unter anderem, ob die Gerätedatei ein synchroner oder ein asynchroner Stream wird. Diese Begriffe werden auf einer anderen Seite kurz und in der Dokumentation ausführlicher erklärt.